Interkulturelle Forschung jenseits der Kulturdimensionen

Die 22. Ausgabe von interculture journal richtet den Blick auf die Erforschung von Interkulturalität jenseits des eng gefassten Bereichs, den traditionelle Kulturdimensionen vorgeben.

Programmatisch erweist sich dabei der Beitrag von Lena Schmitz und Wiebke Weber, der sich grundlegend mit der empirischen Gültigkeit der Hofstedeschen Kulturdimensionen auseinandersetzt. Auf Basis einer vergleichenden Untersuchung mit Daten aus Frankreich und Deutschland stellen die beiden Autorinnen die Validität der Dimension der Unsicherheitsvermeidung nachhaltig in Frage und vertiefen damit grundsätzliche Zweifel in Bezug auf den Einsatz von Dimensionsmodellen.

Im zweiten Beitrag erläutern Katharina Kriegel-Schmidt und Klaus Schmidt, wie das Thema Kultur als Perspektive in einer praxisorientierten interkulturellen Mediationsausbildung verankert werden kann.

Der dritte Beitrag von Yong Liang setzt sich mit kulturspezifischen Perspektiven interkultureller Kompetenz auseinander. Der Autor geht der Frage nach, ob bei der Entwicklung  von interkultureller Kompetenz in verschiedenen kulturellen Kontexten auch unterschiedliche Anforderungen in Betracht gezogen werden sollten bzw. ob eine andere Gewichtung einzelner Anforderungsprofile notwendig ist. 

Der letzte Beitrag dieser Ausgabe von Patrick Kühnel geht der Frage nach, woher Kulturstandards kommen und wie sie wirken. Am Beispiel von deutschen Kulturstandards zeichnet der Autor unter Bezugnahme auf Luhmann deren systemischen Charakter nach.

Die Ausgabe wird wieder ergänzt durch zahlreiche Rezensionen aus dem interkulturellen Bereich.
http://www.interculture-journal.com/index.php/icj/issue/view/33

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